Trauern
Trauern ist eine ganz natürliche Reaktion auf Verluste wie der Tod eines geliebten Menschen, als auch Geschehnisse oder Veränderungen wie Trennungen, Erkrankung, Älterwerden, Auszug der Kinder, unerfüllte Lebenswünsche, Eintritt in den Ruhestand usw.
Im besten Fall lernen wir mit Verlusterfahrungen und einschneidenden Veränderungen so umzugehen, dass wir gestärkt aus dem Trauerprozess herausgehen, neue Kraft schöpfen und danach bewusster durch das Leben gehen.
Häufig wissen wir gar nicht, dass wir trauern. Nicht selten denken wir, ach, nun ist es doch schon eine Weile her. Ich weiß gar nicht, was mit mir los ist. Mir geht es doch eigentlich gut. Ich möchte niemanden belasten oder wir fühlen uns schwach und meinen uns "anzustellen". Wir können uns aber auch unbewusst mit viel Arbeit oder anderen Dingen so intensiv ablenken, dass wir den Schmerz der Trauer nicht spüren oder unbewusst nicht spüren wollen.
Wenn wir den Schmerz immer wieder - manchmal jahre- oder jahrzehntelang - unterdrücken und uns das Trauern nicht erlauben oder im Gegenteil, uns im Gefühl der Trauer verlieren, kann es passieren, dass wir erschöpfen und uns leer fühlen.
Trauer möchte gefühlt und angenommen werden. Erst dann kann echte Freude wieder fließen.
Trauerbegleitung
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, Unwiederbringliches nicht nur zu akzeptieren, sondern es wirklich anzunehmen; in Liebe zu sich selbst und in Liebe an das Leben.
In einem sehr sehr unangenehmen, fast nicht auszuhaltenden, schmerzlichen Moment wurde mir bewusst, dass ich trauere. Ich bin - ohne es zu wissen - immer wieder durch diese Trauerphasen: "Nicht-Wahrhaben-Wollen", "Wut", "Verhandeln" (Wenn ich das und das getan hätte, wäre es nicht passiert"), "Verzweiflung" und "Akzeptanz" gegangen und fühlte mich häufig überfordert und hilflos.
Erst die behutsame Annahme dessen was ist, führte mich wieder in die Freude, ins Leben.
Für diesen ganz individuellen und manchmal nicht enden wollenden Trauerprozess ist es gut, Menschen an seiner Seite zu wissen, denen wir uns anvertrauen möchten und können und, die uns ein Stück unseres Weges begleiten.
Wenn Sie sich jemanden an Ihrer Seite wünschen, der Sie versteht, Ihnen zuhört, Sie ernst nimmt, Sie ganz individuell und sensibel begleitet, dann nehmen Sie Kontakt zu mir auf.